Handy sucht kontrollieren

Eine Pushmeldung lesen, eine Whatsapp-Nachricht beantworten, schnell den Kalender konsultieren, etwas nachschlagen, die Mails checken, kurz auf Twitter gehen, oder einfach aufs Handy schauen und sehen, dass keine Nachricht eingegangen ist — all das reisst mich immer wieder aufs Neue aus dem Hier und Jetzt. Statt das Smartphone zu kontrollieren, kontrolliert das Smartphone mich. Das kann nicht gesund sein. Das muss sich ändern, sagte ich mir.

Fortan überlegte ich mir, bevor ich zum Handy griff, ob das nun wirklich nötig sei. Dass ich damit Erfolg hatte, zeigte sich in meiner Nutzungsstatistik.

Handy-Sucht: Wie entzieht man sich dem fordernden Smartphone?

Bald lag ich unter Smartphone-Entsperrungen, dann bei 80 — was gemäss einer Studie der durchschnittlichen Nutzung entspricht. Auch mit der Eindämmung meines Social-Media-Konsums war ich vorerst erfolgreich. Ich hielt mich ans Zeitbudget von einer halben Stunde und teilte die mir zur Verfügung stehend Zeit entsprechend ein. Doch es ist wie mit allen guten Vorsätzen: Irgendwann gibt man sie auf.

Nicht von einem Tag auf den anderen; das erfolgt schleichend. Und so kommt der Alarm, dass ich mein Zeitlimit für soziale Medien überschritten habe, just in jenem Moment, in dem ich meiner Schwester über Whatsapp viel Erfolg wünschen will. Stattdessen hat nun das Gerät abermals die Kontrolle über mich und verbietet mir, meiner Schwester zu schreiben.

Natürlich ist die Limitierung schnell wieder aufgehoben. Dennoch zeigt das Beispiel: Technik kann uns vielleicht unterstützen, um unsere Probleme in den Griff zu bekommen, lösen tut sie diese nicht. Doch auch das Umgekehrte gilt, nämlich dass die Technik allein noch keine Probleme schaffen kann. Es geht immer um den Umgang mit ihr. Wir sind den smarten Gadgets nicht bedingungslos ausgeliefert.

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Es ist Zeit, die Kontrolle wieder an uns zu reissen! Ich ignoriere die Limitierung, die mein Handy mir auferlegt hat, und schreibe die Nachricht an meine Schwester. Das lasse ich mir nicht verbieten! Die Apps von Facebook, Instagram und Twitter, mit denen ich heute zu viel Zeit vergeudet habe, entferne ich von der ersten Seite des Startbildschirms und gruppiere sie in einem Ordner weiter hinten. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Dann stelle ich den Flugmodus ein, lege das Handy weg und geniesse den freien Abend.

Smartphone-Zeit reduzieren: 7 einfache Tricks - frusvotemas.tk

Es ist wie mit allen Vorsätzen Fortan überlegte ich mir, bevor ich zum Handy griff, ob das nun wirklich nötig sei. Verwandte Themen: Smartphone-Sucht Smartphone. Autor Raffael Schuppisser zum Autor arrow-right. War dieser Artikel lesenswert? Kommentare anzeigen.

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Likes, neue Nachrichten, neue Bilder und Videos, eben diese Überraschungsmomente seien Antreiber, die Nutzer ununterbrochen weitermachen lassen. Der Körper schüttet dabei das Glückshormon Dopamin aus. Es sorgt dafür, dass wir immer wieder zum Display greifen. Was sind die Gefahren? Im schlimmsten Fall kann ein digitaler Burn-out drohen, also ein Zustand, in dem unsere massive Smartphone-Nutzung durch die permanenten Unterbrechungen unsere Produktivität stört und uns unglücklich macht.

Wir erleben einen geistigen Erschöpfungszustand, der vergleichbar ist mit dem Burn-out, den ein Workaholic erleidet.


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Und schon Kinder und Jugendliche sind gefährdet. Sorgen machen sollte man sich dann, wenn sich alles ums Handy dreht und man auch schöne Tätigkeiten unterbricht, um aufs Display zu schauen. Die Beschäftigung mit dem Handy darf also nicht das Hobby beeinträchtigen oder soziale Kontakte ersetzen. Wer zwar stundenlang chattet, aber weiter in den Sportverein geht oder Freunde trifft, habe eher kein Suchtproblem.

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Psychologe Müller empfiehlt, Offline-Tage einzulegen, an denen man die mobile Datennutzung komplett ausschaltet. Das bedeutet zum Beispiel: Armbanduhr und Wecker statt der entsprechenden Handyfunktionen nutzen und das Smartphone unterwegs in den Rucksack statt in die Hosentasche stecken.